Wenn der Arbeitsvertrag zum Kostenrisiko wird
Wer einen neuen Job antritt, denkt selten an das Ende des Arbeitsverhältnisses. Dabei enthalten viele Arbeitsverträge Klauseln, die im Fall einer Kündigung oder eines Vertragsbruchs erhebliche finanzielle Konsequenzen haben können: sogenannte Vertragsstrafen. Arbeitnehmer, die etwa eine zugesagte Stelle nicht antreten, das Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung der Kündigungsfrist verlassen oder gegen bestimmte vertragliche Pflichten verstoßen, sehen sich mitunter mit Forderungen in Höhe eines oder mehrerer Monatsgehälter konfrontiert.
Was auf den ersten Blick bedrohlich wirkt, ist rechtlich jedoch oft angreifbar. Das Arbeitsrecht schützt Arbeitnehmer vor unangemessenen Vertragsklauseln – und Gerichte haben enge Grenzen für die Wirksamkeit solcher Abreden gezogen. Wer die Rechtslage kennt, ist in einer deutlich besseren Position.