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Schlechte Erfahrung mit der ERGO

Prüfbericht von Carexpert ist nicht ausreichend!

1. Wir hatten mehrfach darüber berichtet, dass man als Unfallgeschädigter nach dem Unfall erneut zum (Kürzungs-) OPFER werden kann. Dies ist immer dann der Fall, wenn man keinen Anwalt und/oder keinen Gutachter beauftragt. Dann kann man auch schlechte Erfahrungen mit der ERGO machen. Über diverse Kürzungspraktiken der HUK hatten wir bereits in einem anderen Artikel berichtet, >>>bitte hier klicken<<<.

2. Wir hatten unter anderem darüber berichtet, wie die LVM kürzt und dennoch vor Gericht verliert. Darüber kann man >>hier nachlesen<<. Über die ominösen Praktiken der VHV hatten wir ebenfalls berichtet. Den Artikel kann man >>hier nachlesen<<.

3. Im vorliegenden Fall ging es um einen Unfall mit einem bei der ERGO versicherten Unfallgegner. Wenn Sie ebenfalls schlechte Erfahrung mit der ERGO nach einem Unfall gemacht haben sollten, wird Sie dieser Artikel um so mehr interessieren. Alle anderen sollten auch weiterlesen, damit sie nicht ebenfalls zum KÜRZUNGS-OPFER werden. Um die Ansprüche von Unfallgeschädigten systematisch zu kürzen, nimmt die ERGO auch die Hilfe der Firma Carexpert in Anspruch. Die Firma Carexpert ist eine Sachverständigengesellschaft und bietet auch für Versicherungen ihre Leistungen an. Diese bestehen unter anderem darin, die Schadenspositionen der Unfallgeschädigten zu prüfen und gegebenenfalls zu kürzen. Als Laie hat man keine Ahnung und erfahrungsgemäß nichts zu lachen.

4. Im vorliegenden Fall wurde unser Mandant unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt. Die Haftung der ERGO bzw. des Unfallgegners war dem Grunde nach unstreitig. Die ERGO hatte jedoch die Firma Carexpert beauftragt, dass von unserem Mandanten in Auftrag gegebene Gutachten zu prüfen und gegebenenfalls zu kürzen. Diesem Wunsch kam die Firma Carexpert natürlich nach. Irgendwie muss sie ja ihre Existenz und Leistung rechtfertigen. Die Firma Carexpert kürzte das Gutachten bzw. die Ansprüche unseres Mandanten um 665,32 €. Unsere Rechtsanwaltsgebühren wurden von der ERGO auch gekürzt, nämlich um 81, 40 €. Es gibt täglich ca. 7000 Autounfälle.

Wenn man in der Woche täglich (also 5 Mal in der Woche)

100 Mal um ca. 750,- € kürzt, kommt man auf einen

Betrag von 75.000,- € täglich,

auf einen Betrag von 1.500.000,- monatlich und

auf einen Betrag von 18.000.000,- € jährlich.

Jährlich ca. 18.000.000,00 € (in Worten: achtzehn Millionen Euro) rechtswidrig zu kürzen und dadurch mehr Geld zu verdienen, klingt natürlich sehr charmant. Das denken sich auch die Versicherungen und gehen diesem “Sparmanöver” täglich nach. Wenn die Versicherung ihren Mitarbeitern auch noch Provisionen –für rechtswidrige Kürzungen zahlt– kann man sich vorstellen, wie motiviert der ein oder andere Sachbearbeiter der Versicherung ist. Und wenn man sich nun auch noch vor Augen hält, dass der Großteil aller Unfallgeschädigten auf einen Anwalt verzichtet, lachen die Versicherungen sich tot. Das ist die Wahrheit. Es gibt Schätzungen, wonach die Kürzungen aller Versicherungen jährlich ca. 2.000.000.000,- € (in Worten: zwei Milliarden Euro) betragen sollen.

5. Weil wir die Wahrheit kennen, haben wir für unseren Mandanten geklagt und vor dem Amtsgericht Mitte gewonnen. Das Gericht kam unter anderem zu dem Ergebnis -Zitat-:

Der Prüfbericht der Fa. Carexpert ist jedoch nicht ausreichend, um es dem Kläger zu ermöglichen nachzuvollziehen, ob die angegebene Referenzwerkstätten gemäß dem vorgebenen Reparaturweg des Sachverständigen, die Reparatur gleich wertig sach- und fachgerecht, aber kostengünstiger durchführen können.

Fazit: Die ERGO wurde verurteilt, an unseren Mandanten einen weiteren Betrag von 619,43 € und unsere Anwaltsgebühren von 43,32 € zu bezahlen. Das Urteil kann man hier nachlesen, >>>bitte hier klicken<<<. Das ist nur eine Kürzungsmethode von vielen!

Autohäuser und Werkstätten können wahrscheinlich ein Lied von solchen Kürzungsmethoden singen. Sie haben Fragen oder möchten eine kostenlose Schulung für die Mitarbeiter ihrer Werkstatt bzw. ihres Autohaus? Gerne, rufen Sie uns an! 

Schlechte Erfahrung mit der Ergo.

Umut Schleyer – Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Dozent für Unfallregulierung